Schafzuchtverband St. Gallen

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Delegiertenversammlung des St. Gallischen Schafzuchtverbandes vom 14. Februar 2016 in Gamprin


Am Sonntag 14. Februar 2016 luden der St. Gallische Schafzuchtverband zusammen mit dem Schafzuchtverein Fürstentum Liechtenstein Unterland FLU als Organisatorin zur Delegiertenversammlung. Rund 75 Gäste und Delegierte fanden an diesem Wintersonntag den Weg ins Fürstentum Liechtenstein um sich über aktuelle Themen rund ums Schaf und die Schafzucht zu informieren. In Sachen Schafe haben sich St. Galler und Liechtensteiner Züchter zusammengeschlossen um gemeinsam Ihre Anliegen und Interessen zu vertreten. Verbandspräsident Martin Keller aus Buchs durfte eine interessante Versammlung leiten.

Diverse Themen beschäftigen Schafzüchter und Schafhalter. Der Vorstand des St. Gallischen Schafzuchtverbandes setzt sich dafür ein, die Anliegen der Mitglieder aufzunehmen und anzupacken. Themen wie eine praxisnahe Weiterbildung im Bereich Betriebs- und Herdenmanagement, das Vorgehen bei Schäden durch Grossraubtiere oder die Sömmerung von Schafen auf St. Galler Alpen sind nur einige der vielen Aufgaben welche die Crew um Präsident Martin Keller im vergangenen Jahr anpackten.

Damit die Stimme der Ostschweizer Schafzüchter auf schweizerischer Ebene weiterhin vernommen wird und Gewicht hat, haben die Delegierten den kantonalen Schauobmann René Marquart aus Flums Hochwiese nominiert. Er soll die Nachfolge von Martin Keller antreten, welcher infolge Amtszeitbeschränkung nach 12 Jahren aus dem Vorstand des Schweizerischen Schafzuchtverbandes ausscheidet. Mit dem Flumser Schafzüchter sind die St. Galler Schafzüchter in der glücklichen Lage einen äusserst versierten und schweizweit bestens vernetzen Kandidaten zu präsentieren. René Marquart hat sich als Experte an Schafschauen, als Mitglied der Marktkommission des Ostschweizerischen Widder- und Zuchtschafmarktes und als erfolgreicher Züchter des Braunköpfigen Fleischschafes einen grossen Bekanntheitsgrad erarbeitet.

Das Jahresprogramm 2016 des St. Gallischen Schafzuchtverbandes ist reich gespickt mit interessanten Anlässen rund um die Schafzucht. So ist zum Beispiel im August 2016 eine Alpwanderung auf die Alp Fursch geplant, eine Schafalp mit rund 750 Tieren in den Flumserbergen. Neben den Beständeschauen der einzelnen Schafzuchtvereine im Frühling und im Herbst wird die 103. Austragung des Ostschweizerischen Widder- und Zuchtschafmarktes Sargans den unbestrittenen Höhepunkt des Verbandsjahres bilden. Marktpräsident Roland Tschudi und Marktleiterin Barbara Abderhalden kündigen bereits eine bunte Mischung aus spannenden Neuerungen und die Wiederbelebung altbekannter Attraktionen an diesem traditionsreichen Anlass an.

Ein Höhepunkt der diesjährigen Delegiertenversammlungen bildete die Ehrung von langjährigen Zuchtbuchführern welche für ihr grosses Engagement im Namen der Schafzucht die wohlverdiente Würdigung erhielten. Meist sind sie die Seele des örtlichen Schafzuchtvereines und sorgen mit ihrem Einsatz für dessen Wohlergehen und den züchterischen Fortschritt. Seit 25 Jahren ist Hanspeter Dörig aus Buchs in dieser Funktion beim Schafzuchtverein Buchs BFS im Einsatz, Peter Ortler aus Buchs ebenfalls bereits während 25 Jahren beim Schafzuchtverein Buchs WAS, und Hansheiri Eggenberger aus Sevelen amtet seit stolzen 30 Jahren als Zuchtbuchführer beim Schafzuchtverein Sevelen SV.

Bernhard Hardegger aus Grabs, welcher im Auftrag des St. Gallischen Schafzuchtverbandes seit diesem Jahr für die Organisation der Schlachtschafmärkte im Verbandsgebiet zuständig ist, berichtete von seinen Erfahrungen. Zusammen mit den Verantwortlichen der regionalen Marktplätze in Montlingen, Sargans und Wattwil ist er bestrebt, diese Vermarktungsplattform für den Produzenten und für den Händler noch attraktiver und interessanter zu machen. Erste erfolgsversprechende Massnahmen wurden bereits umgesetzt, weitere Projekte werden im laufenden Jahr zum Abschluss kommen, so beispielsweise die digitale Buchführung direkt auf dem Marktplatz.

Die positive öffentliche Wahrnehmung ihrer Produkte, das stimmige Ambiente am Tagungsort und die rührige Gastfreundschaft der Schäfler vom Schafzuchtverein Fürstentum Liechtenstein Unterland animierte die anwesenden Delegierten und Gäste auch noch lange nach Versammlungsschluss zu angeregten Diskussionen und lassen darauf hoffen, dass die St. Galler Schafzüchter und ihre Liechtensteiner Kollegen weiterhin mit zukunftsweisenden Ideen ihren Erfolg selber in die Hand nehmen.